Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie
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W3-Professur für Experimentelle Psychobiologie
unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten

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Curriculum

Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch promovierte in Biologischer Psychologie an der University of Oklahoma Health Sciences Center (Oklahoma City, U.S.A.) mit psychophysiologischen Forschungsarbeiten zur Rolle von Stress bei chronischen viszeralen Schmerzen und erhielt dort im Jahr 2000 den Doctor of Philosophy (Ph.D.). Als wissenschaftliche Assistentin setzte sie ihre Forschungsarbeiten zum viszeralen Schmerz an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Institut für Medizinische Psychologie fort, wo sie im Jahr 2004 habilitierte. Sie wurde von 2009 – 2014 im Heisenberg-Programm der DFG gefördert. Seit 2011 ist sie Professorin für Experimentelle Psychobiologie unter Berücksichtigung Geschlechtsspezifischer Aspekte an der Universität Duisburg-Essen und forscht am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie mit ihrer Arbeitsgruppe zu biologischen und psychologischen Aspekten der Gehirn-Darm-Achse im Kontext viszeraler Schmerzen.

Interessen

Der Schwerpunkt meiner Forschung ist die Gehirn-Darm-Achse in ihrer zentralen Rolle bei akuten und chronischen viszeralen Schmerzen. An der Schnittstelle zwischen Psychologie, den Neurowissenschaften und der Neurogastroenterologie haben die experimentellen Forschungsansätze meiner Arbeitsgruppe das Ziel, das Verständnis peripherer und zentralnervöser Mechanismen der Gehirn-Darm-Achse zu verbessern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf psychologischen Einflussfaktoren wie Stress, Aufmerksamkeit und Lernprozessen. Darüber hinaus widmen sich unsere Arbeiten auch der Bedeutung neuroendokriner und immunologischer Prozesse der Schmerzsensitivierung. Damit erweitern unsere Forschungsarbeiten bestehendes Wissen zur Gehirn-Darm-Achse bei Gesunden sowie bei funktionellen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Forschungsprojekte

Inflammatorische Mechanismen der Schmerzsensitivierung
Förderung DFG: BE 5173/2-1 und EL 236/11-1
Stress und negative Emotionen bei akuten und chronischen viszeralen Schmerzen
Förderung DFG: EL 236/5-2 und EL 236/8-2
Schmerzbezogene Lern-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprozesse
Förderung DFG: Teilprojekt 7 der Forschergruppe FOR 1581
Erwartungseffekte auf die Schmerzwahrnehmung und Schmerzbewertung
Förderung DFG: Teilprojekt 5 (EL 236/8-2) und IFORES-Programm

Ausgewählte Publikationen

Labrenz F, Icenhour A, Schlamann M, Forsting M, Bingel U, Elsenbruch S.
From Pavlov to pain: How predictability affects the anticipation and processing of visceral pain in a fear conditioning paradigm.
Neuroimage. 2016;130:104-14.

Elsenbruch S, Enck P.
Placebo effects and their determinants in gastrointestinal disorders.
Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2015;12(8):472-85

Elsenbruch S, Wolf OT.
Could Stress Contribute to Pain-Related Fear in Chronic Pain?
Front Behav Neurosci. 2015;9:340

Schmid J, Langhorst J, Gaß F, Theysohn N, Benson S, Engler H, Gizewski ER, Forsting M, Elsenbruch S.
Placebo analgesia in patients with functional and organic abdominal pain: A fMRI study in irritable bowel syndrome, ulcerative colitis and healthy volunteers.
GUT. 2015;64:418-27

Icenhour A, Kattoor J, Benson S, Boekstegers, Schlamann M, Merz C, Forsting M, Elsenbruch S.
Neural circuitry underlying effects of context on human pain-related fear extinction in a renewal paradigm.
Human Brain Mapping. 2015; 3179-93

Benson S, Rebernik L, Wegner A, Kleine-Borgmann J, Engler H, Schlamann M, Forsting M, Schedlowski M, Elsenbruch S.
Neural circuitry mediating inflammation-induced central pain amplification in human experimental endotoxemia.
Brain, Behavior, and Immunity. 2015; 222-31

Elsenbruch S, Rosenberger C, Bingel U, Forsting M, Schedlowski M, Gizewski ER.
Patients with irritable bowel syndrome have altered emotional modulation of neural responses to visceral stimuli.
Gastroenterology. 2010;139:1310-9.

Elsenbruch S, Rosenberger C, Enck P, Forsting M, Schedlowski M, Gizewski ER.
Affective disturbances modulate the neural processing of visceral pain stimuli in irritable bowel syndrome: An fMRI study.
Gut. 2010;59(4):489-95.